Logo der französischen EU-Ratspräsidentschaft - ue2008.fr

Get Adobe Flash player

Bildung, Jugend und Kultur

Im Rat "Bildung, Jugend und Kultur" versammeln sich zwei- bis dreimal im Jahr in drei unterschiedlichen Gremien die für Bildung, Kultur und Medien und für Jugend verantwortlichen Minister.

Der Reichtum und die Vielfalt der Kulturen, die Bildung und eine besondere Jugendpolitik sind ausschlaggebend für die Lebensqualität der Bürger. Die Europäische Union hat es sich zur Aufgabe gemacht:

  • zur Entwicklung eines hochwertigen Bildungssystems beizutragen,
  • eine Politik der lebenslangen Ausbildung umzusetzen,
  • die Entfaltung der jeweiligen Kulturen der Mitgliedstaaten zu unterstützen,
  • die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes zu unterstreichen.

Die Organisation der Bildungs- und Ausbildungssysteme, sowie die Definierung der Inhalte von Lehre und beruflicher Ausbildung bleiben, im Sinne der kulturellen Vielfalt, Kompetenzen der Mitgliedstaaten. Der Rat "Bildung, Jugend und Kultur" spielt eine Rolle bei:

  • Rahmenvorgaben für die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, die insbesondere im Austausch von Informationen und Erfahrungen über Fragen von gemeinsamem Interesse wirksam ist,
  • Gesetzesvorgaben in einigen wenigen Bereichen, so z. B. bei der gegenseitigen Anerkennung von Abschlüssen, um eine für die Mobilität der jüngeren Generationen und für die kulturellen und universitären Austauschprogramme nötige Harmonisierung zu gewährleisten, oder auch im audiovisuellen Sektor, um einen gemeinsamen Markt für die Radio- und Fernsehübertragung entstehen zu lassen und die Entwicklung der Programmindustrie zu fördern.

Die Europäische Union hat ein integriertes Programm für lebenslange Ausbildung (2007-2013) eingerichtet, das dazu entwickelt wurde, den jungen EU-Bürgern die Chance zum Austausch und zur Mobilität zu geben. Dieses Programm vereint die Unterprogramme Erasmus, Leonardo da Vinci, Comenius und Grundvig. In den Bereichen Kultur und audiovisuelle Medien zielen die Sendungen "Culture 2007" und "Media 2007" darauf ab, die kulturelle Vielfalt und ihr cineastisches und audiovisuelles Erbe zu bewahren und hervorzuheben.

Insgesamt haben es sich diese Programme vor allem zur Aufgabe gemacht:

  • zur Entwicklung des Sprachenlernens und der Sprachverbreitung beizutragen, um die europäische Dimension in der Bildung und Ausbildung zu fördern,
  • das Wissen und die Verbreitung der unterschiedlichen Kulturen und der Geschichte der europäischen Völker zu verbessern und das Kulturerbe von europäischer Bedeutung zu schützen,
  • die Zusammenarbeit zwischen den Bildungs- und Ausbildungsstätten zu stimulieren,
  • die Zusammenarbeit zwischen den Bildungsstätten und den Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung, zu fördern,
  • die Berufsaus- und -weiterbildung in Hinblick auf eine leichtere Eingliederung der Bürger in den Arbeitsmarkt, ihre Anpassung an eine im Wandel begriffene Industrie und ihre eventuelle Umschulung zu verbessern,
  • das künstlerische und literarische Schaffen und den Bereich Funk und Fernsehen anzuregen.

Für Entscheidungen im Rat "Bildung, Jugend und Kultur" gilt das Prinzip der qualifizierten Mehrheit, ausgenommen der Bereich Kultur, in dem einstimmig abgestimmt werden muss. Der Rat ist an die Mitentscheidung des Europäischen Parlaments gebunden.

 

Dokumente "Bildung, Jugend und Kultur"

  • Aktualisiert am: 25.06.2008
  • Textformat vergrössern
  • Texformat verkleinern
  • Drucken
  • PDF-Seite runterladen
  • Diese Seite empfehlen
PFUE-TVPFUE-TV

Gipfeltreffen der Ratspräsidentschaft

Die Ratspräsidentschaft
in den Sprachen der EU